Kommunikation (lat. communicare „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“) bezeichnet auf der menschlichen Alltagsebene den wechselseitigen Austausch und auch das gemeinsame Verfertigen von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild.
Unter Kommunikation wird auch das wechselseitige Übermitteln von Daten oder von Signalen verstanden, die für den Beobachter einen festgelegten Bedeutungsinhalt haben. Die Signale gelten dann als Auslöser für bestimmte Reaktionen. Dies betrifft auch tierische und pflanzliche Lebewesen, wenn diese naturwissenschaftlich beobachtet werden (zum Beispiel als molekulare Körper), sowie technische Objekte oder Systeme.
Im sozialwissenschaftlichen Zusammenhang kann Kommunikation als ein Prozess angesehen werden, in dem mehrere Lebewesen (Menschen) gemeinsam Probleme lösen. Ein wesentlicher Bestandteil des Kommunikationsprozesses ist die Verwendung von Zeichen. Als Grundlage für die Möglichkeit kommunikativer Problemlösung wird eine Geschichte gemeinsamer Lebenspraxis angesehen. In gemeinsamer Lebenspraxis entsteht beispielsweise die Sprache.
Kommunikation unter Menschen kann stattfinden über Worte, Stimme, Berührung, Gefühle, Gedanken. Gefühle, Emotionen, Stimmungen und Affekte sind ein Teil zwischenmenschlicher Kommunikation. In Kommunikation werden Beziehungen aufgebaut, stabilisiert und beendet.
Das Wort Kommunikation, das heute zum Alltagsvokabular gehört, fand erst Anfang der 1970er Jahre Eingang in den deutschen Sprachgebrauch. Anlass war das Buch ”Menschliche Kommunikation” der Psychotherapeuten Paul Watzlawick, Don D. Jackson und Janet H. Beavin. [1] Ausführlich rechtfertigt sich Paul Watzlawick im Vorwort dafür, den "ungewohnten" Begriff ”Kommunikation” auch in der deutschen Übersetzung beizubehalten.
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