Sport (engl.: sports = Zeitvertreib, Vergnügen; frz. desport; v. lat. se deportare = sich vergnügen) bezeichnet das "kulturelle Tätigkeitsfeld, in dem Menschen sich freiwillig in eine wirkliche oder auch nur vorgestellte Beziehung zu anderen Menschen begeben mit der bewußten Absicht, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten insbesondere im Gebiet der Bewegungskunst zu entwickeln und sich mitdiesen anderen Menschen nach selbstgesetzten oder übernommenen Regeln zu vergleichen, ohne sie oder sich selbst vorsätzlich schädigen zu wollen." Diese Definition entspricht einem engen Begriffsverständnis von "Sport". In der Umgangs- und Alltagssprache wird viel mehr als "Sport" bezeichnet. Auch die meisten deutschsprachigen SportwissenschaftlerInnen benutzen (im Unterschied zu den meisten anglo-amerikanischen AutorInnen) einen weiteren Begriff von "Sport", zählen beispielsweise Joggen oder Rehabilitationsübungen ("Gesundheitssport") oder das unten angeführte "freie Tanzen" dazu. Für dieses weitere Gebiet wäre ein Begriff wie Bewegungskultur besser geeignet. Die gründliche (und wissenschaftliche) Diskussion über den "Sport"-Begriff ist erst am Anfang. Daß in Umgangs- und selbst in der Wissenschaftssprache "Sport" so weit verstanden wird, beruht wohl auf dem hohen gesellschaftlichen Wert, den sich in den letzten fünfzig Jahren "Sport" und "Sportlichkeit" als Tätigkeitsfeld und als Lebenskonzept erworben haben, nicht nur in unserer Gesellschaft. Der Kern des Begriffs "Sport" wird durch inflationäre Anwendung des Wortes immer weicher, weniger scharf bestimmt. Begriffe wie "Alternativ-Sport" oder gar "unsportlicher Sport" stehen für gedankliche Ausweichbewegungen, einerseits etwas Anderes als "Sport" im engen Sinne propagieren zu wollen, andererseits aber auch dieses Andere noch als "Sport" bezeichnen zu wollen. Im engen Begriffsverständnis kann "Sport" als kulturelles Tätigkeitsfeld in fast allen Kulturen und Zeiten entdeckt und benannt werden. Dasselbe gilt für den weiteren Begriff "Bewegungskultur".
Die Motivationen zum Sporttreiben (im weiten Begriffsverständnis) sind vielfältig, als Beispiele seien hier genannt:
die Lust an Bewegung bzw. sich in Bewegung auszudrücken (Beispiel: freies Tanzen)
die Lust am Wettbewerb
der Wunsch nach körperlichem Wohlbefinden / nach Fitness des Körpers
gesundheitliche Vorbeugung gegen physische (Asthma, Übergewicht...) und psychische (Depressionen) Leiden
der Wunsch, seinen Körper zu spüren und zu erfahren
der Wunsch nach sozialen Kontakten
die Formung eines attraktiven Körpers (Beispiel: Bodybuilding)
der Wunsch Reichtum und Ansehen zu erwerben (hervorragende Leistungen im Sport können für manche Menschen die einzige Möglichkeit für einen sozialen Aufstieg sein)
Quelle: wikipedia |